Coaching

Systemisches Coaching

Unter Coaching verstehen wir eine Form individueller Prozessberatung im beruflichen Umfeld mit Blick auf die Ebene der Organisation, der Rolle, der Funktion, der Person und der individuellen Persönlichkeit. Die Ziele sind hier, Ihre individuellen Vorhaben sowie Ihre persönlichen Kompetenzen und die Anforderungen der Organisation an Sie als Funktionsträger zu reflektieren und zu einer Integration zu führen.

Die Ziele des Coaching werden ausschließlich vom Ihnen bestimmt. Häufig werden aufgrund von Spannungssituationen innerhalb des beruflichen Umfeldes solche qualifizierten Beratungsleistungen gesucht; aber auch persönliche Konfliktsituationen, die die Leistungsfähigkeit einschränken, oder Veränderungswünschen auf Seiten des Klienten können Anlass für ein Coaching sein. Systemisches Coaching verfolgt das Ziel, Ihre Selbstorganisationsfähigkeit als Klient wieder herzustellen, und knüpft dabei in direkter Weise an Ihr Handlungspotential an.

Ihre persönlichen Zielsetzung und Ihre Entscheidungen sind meist eng mit dem organisatorischen Umfeld vernetzt, so dass eher eine systemische als eine individuumzentrierte Sichtweise hilfreich ist: Der Kontext und seine Vernetzung rangieren hier vor den psychologischen Eigenschaften.

Zu einem guten Coaching gehört es, mit ihnen, dem Klienten, die zu erwartenden Auswirkungen von gewünschten Veränderungen zu prüfen und ihre Bedeutung für das berufliche und familiäre Umfeld zu reflektieren, um so über einen längeren Zeitabschnitt einen erfolgreichen Veränderungsprozess zu gestalten. Das Erreichen erlebter Zufriedenheit mit ist in der Regel ein klares Signal für eine gelungene Zusammenarbeit zwischen Ihnen und dem Coach und bezeichnet das Ende des Coaching-Prozesses.

Prinzipien im systemischen Coaching

Systemisches Coaching folgt dabei folgenden Prinzipien:

  1. Ein System ist immer mehr als die Summe seiner Teile.
    Soziale Systeme entwickeln eigene Kulturen. Verhalten in Systemen lässt sich daher nur systemisch erklären.
  2. Ein Problem ist ein Symptom.
    Betrachten wir aber nur das Problem an sich, versuchen wir oft genug, das Feuer zu „bekämpfen“ aber nicht die Brandquelle zu löschen.
  3. Lösungsfokussierung.
    Die Betrachtung des Problems ist oft schon das Problem. Im Coaching lautet die Frage daher nicht: „Was genau ist die Ursache für das Problem?“ Sondern die Frage lautet: „Was genau muss geschehen, damit das Problem nicht mehr auftritt?“
  4. Fokus auf Wahrnehmungen, nicht auf Wahrheiten.
    Es geht (mit Ausnahme eindeutig überprüfbarer Fakten) nicht darum, was vermeintlich wahr ist, sondern um die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Menschen.
  5. Wahlmöglichkeiten erhöhen.
    Menschen nehmen in Problemsituationen die Auswege nicht wahr und laufen immer wieder gegen die Wand – oft nur zehn Zentimeter neben der offenen Tür. Ein Wechsel der Perspektive hilft hier weiter. Lösungen lauern überall!
  6. Segeln statt rudern.
    Dynamiken des Systems nutzen, nicht gegen sie arbeiten. Im Coaching werden Wege erarbeitet, wie Menschen sich selbst ändern können, um innerhalb des bestehenden Systems zum Ziel zu kommen.
  7. Dynamisch handeln.
    Die Navigation in lernenden Systemen, so auch Coaching, ist ein dynamischer Prozess, der große Aufmerksamkeit und fortwährende Überprüfung von Wegen und Zielen erfordert
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